Firmenportrait

HECO®-Schrauben


Nein, an Schrauben denken die Touristen, die staunend vor dem Berliner Reichstag stehen, sicher nicht. Sie bestaunen vielmehr die in der Sonne glitzernde imposante Glaskuppel, die inzwischen zum Wahrzeichen Berlins wurde. Und auch die unzähligen Autofahrer, die täglich durch die neue „Röhre 4“ des Hamburger Elbtunnels fahren, verschwenden keinen Gedanken an Schrauben. Bei Stefan Hettich, dem Geschäftsführer der Firma HECO® ist das etwas anderes. Er, die Mitarbeiter seines Unternehmens, und natürlich die beteiligten Ingenieure und Techniker wissen, dass die beiden imposanten Bauprojekte mit Hightech-Schrauben aus Schramberg realisiert wurden.

Die Schrauben werden in großen Erdgas betriebenen Härteöfen gehärtet

Die bei HECO® entwickelten MULTIMONTI® Schrauben sind etwas ganz besonderes. Sie kommen ganz ohne Dübel aus und haben gegenüber herkömmlichen Schraube-Dübel-Systemen viele Vorteile. So benötigen zum Beispiel die Bauarbeiter für jeden Befestigungspunkt nur die halbe Zeit. Und auch beim Brandschutz können die Schrauben aus Schramberg auftrumpfen. Mit ein Grund, warum sich das Team um Reichstag-Architekt Sir Norman Foster für MULTI-MONTI®
entschieden hat.

Auch im Berliner Reichstag wurden HECO® Hightech-Schrauben eingesetzt Die Liste der herausragenden Bauprojekte, bei denen die HECO®-Schrauben zum Einsatz kommen, ist lang. Von der neuen Pinakothek in München über die Seetribüne in Magdeburg bis hin zu Bauten der niederländischen Staatsbahn reicht das Verzeichnis der Großbaustellen. Doch trotz langer Referenzliste, zahlreichen Zulassungen und Untersuchungen: Es gibt immer noch viele Planer, die auf die traditionelle Kombination aus Dübel und Schraube setzen. Gerade im Bau dauert es seine Zeit, bis sich innovative Lösungen wie das MULTI-MONTI® System durchsetzen.

 

7 Millionen Schrauben täglich

Doch nicht nur Spezialschrauben werden bei der HECOSchrauben GmbH & Co. KG produziert. Das Unternehmen, das viele Schramberger noch unter der Firmierung Ludwig Hettich GmbH & Co. kennen, produziert täglich rund sieben Millionen Schrauben in allen Größen und Formen. 20 Tonnen Rohmaterial werden mit modernsten Maschinen zu Schrauben verarbeitet.

In der Presserei werden die angelieferten Drahtrollen in Form gebracht. Über 5.000 Schrauben-Rohlinge fallen pro Minute aus den Maschinen. Die Schraube hat dann die richtige Form, der „Kopf“ ist auch dran, das Gewinde fehlt aber noch. Erst nach dem zweiten Arbeitsgang, dem Walzen, hat die Schraube das genau Gewinde.

Täglich verarbeiten die HECO®-Mitarbeiter 20 Tonnen Material zu 7 Mio. Schrauben


Wärmebehandlung bei 900 Grad Celsius

Fertig ist die Schraube dann aber noch nicht. Die abschließende Wärmebehandlung ist für die
Qualität besonders wichtig. Es reicht nämlich längst nicht aus, die Schrauben in großen Härteöfen auf rund 900 Grad zu erhitzen. Stefan Hettich erklärt: „Die Schrauben werden für die jeweiligen Anwendungen in unseren Härteöfen speziell behandelt. Dahinter steckt viel Know-How und Erfahrung, denn eine falsch gehärtete Schraube ist für den professionellen Einsatz am Bau
nicht geeignet“.

Als Energie für die großen, leistungsstarken Öfen kommt bei HECO® nur Erdgas in Frage. Und das nicht nur, weil Stefan Hettich im Aufsichtsrat der Stadtwerke sitzt. „Bei einer Ölbefeuerung bräuchten wir riesige Öltanks, das Erdgas dagegen beziehen wir bequem aus dem Netz der Stadtwerke.“ Auch ökologische Gründe sprechen für den Einsatz von Erdgas.