Firmenportrait

Trumph Laser


Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie der Schriftzug auf Ihren „Fol Epi“ gelangt? Ungewöhnlich aber wahr: Ein Laserstrahl beschriftet den Käse. Für das Schramberger Hightech-Unternehmen Trumpf Laser ist die Käse-Beschriftung sicher eine eher seltene Anwendung. Doch sie zeigt, wie vielfältig die Lasertechnik heutzutage eingesetzt wird. Normalerweise werden mit den Lasern aus Schramberg Autokarosserien geschweißt, hochpräzise medizinische Geräte verarbeitet oder komplexe Werkzeuge repariert.

Bei immer mehr Fertigungsprozessen setzen Ingenieure und Fertigungsplaner in den verschiedensten Branchen auf Lasertechnik. Deren größte Vorteile sind die hohe Präzision und geringe Wärmebelastung des Materials durch das stark gebündelte Laserlicht.

DaimlerChrysler setzt bei der Fertigung eines neuen Modells bereits auf die neueste Laser-Generation: Den in Sulgen entwickelten Scheibenlaser

Trumpf ist weltweit der führende Hersteller von industriellen Lasersystemen. Von den weltweit rund 6100 Mitarbeitern sind am Standort Trumpf Laser im Stadtteil Sulgen über 600 Mitarbeiter beschäftigt – und es sollen noch mehr werden. „Der Standort Schramberg wird weiter wachsen,“ erklärt Sven Ederer, Pressereferent der Firma Trumpf. „Wir werden auf einem der bisherigen Firmenparkplätze ein neues Gebäude errichten, sodass die Bruttogeschossfläche anderthalb Mal so groß sein wird wie momentan.“

Besonders am Herzen liegt der Firma die Förderung von Nachwuchskräften. Das beginnt zum Beispiel schon bei den Ferienjobbern. Diese haben die Möglichkeit, im Rahmen der „Wissensfabrik“ einen Tag lang den Blick auf die betrieblichen Abläufe eines Unternehmens zu werfen. Ederer: „Wir wollen den jungen Leuten einen Blick auf das Ganze vermitteln. Sie sollen sämtliche Bereiche und ihr Zusammenspiel kennen lernen und die Grundlagen unternehmerischen Handelns in Planspielen selbst erfahren.“

Und bei Trumpf gibt es wahrlich viel zu entdecken. Das aktuelle Flaggschiff des Unternehmens ist der neue Hochleistungs-Scheibenlaser, der in Schramberg weltweit zum ersten Mal realisiert wurde. Von dessen Vorteilen ist man auch bei DaimlerChrysler überzeugt. Der Autohersteller wird bei der Fertigung eines neuen Modells ganz auf die Technik aus Schramberg setzen.

Angefangen hat alles einmal im Kleinen. Bei der Schramberger Spiralfedernfabrik Carl Haas hat Ingenieur Paul Seiler den Laser erstmals zum Schweißen eingesetzt. Seine Arbeit mit dem Laser war so erfolgreich, dass Carl Haas 1972 die Tochtergesellschaft Haas Laser GmbH gründete. Die Aufgabe der neu gegründeten Firma war es, einen Laser für die Laserbearbeitung der von Carl Haas gefertigten Uhrenfedern zu entwickeln. Zwanzig Jahre später, im Jahre 1992, steigt der Ditzinger Maschinenbauer und Laserspezialist Trumpf bei Haas Laser ein. 

Laserlicht wird stark gebündelt, es ist sehr präzise und erwärmt das Material nur gering Der präzise Laser schneidet auch sehr filigrane Kleinteile, wie sie z.B. in der Medizintechnik verwendet werden Nahtschweissen-Handygehäuse

Mit dem Einstieg des weltweit erfolgreichen Familienbetriebs Trumpf beginnt bei Haas Laser, das inzwischen in Trumpf Laser umbenannt wurde, ein rasantes Wachstum. Die Mitarbeiterzahl wächst kontinuierlich und inzwischen ist Schramberg der zweitgrößte von weltweit 50 Standorten
der Trumpf Gruppe.

Und die Perspektiven sind glänzend: Das umfangreiche Produktportfolio des Unternehmens und der schnell wachsende Markt führen zu immer neuen Anwendungen. So werden längst nicht mehr nur Metalle geschnitten, Autos geschweißt oder Schriftzüge aufgebracht. Heutzutage werden mittels des magischen Lichts auch Schmuckstücke angefertigt, Brillen bearbeitet und Mobiltelefone hergestellt.