Firmenportrait

Schwäbische Werkzeugmaschinen


Die „Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH“ in Waldmössingen – kurz SW – feierte 2005 ihr zehnjähriges Bestehen und ist somit ein eher „junges“ Unternehmen seiner Branche. 290 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickeln, projektieren und montieren Werkzeugmaschinen und Sonderzubehör und erzielten 2005 einen Umsatz von rund 85 Millionen Euro. Die Geschichte der erfolgreichen Firma reicht deutlich weiter zurück.

Hervorgegangen ist die SW aus der Heckler & Koch Maschinen- und Anlagenbau GmbH, einer Anfang der 80er Jahre gegründeten Tochter der Heckler & Koch GmbH. Im Zuge der Diversifikation suchte das Oberndorfer Unternehmen damals weitere Betätigungsfelder, um vom Kerngeschäft der Wehrtechnik unabhängiger zu werden. 1991 übernahm British Aerospace die gesamte Heckler & Koch-Gruppe und richtete sie neu aus. Das britische Unternehmen konzentrierte sich auf Wehr-, Luft- und Raumfahrttechnologie und gliederte im Jahr 1995 den Bereich Maschinen- und Anlagenbau aus. Diese Chance erkannte das damalige Management und gründete im Rahmen eines Management-Buy-Out die Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH mit den Gesellschaftern Walter A. Lamp und Dieter Kroll an der Spitze. Vor dem Hintergrund der Gesellschafter-Nachfolgeregelung wurde nach neun erfolgreichen Jahren der Eigenständigkeit und einer intensiven Vorbereitungsphase im Juni 2004 das Unternehmen an die EMAG-Gruppe mit Hauptsitz in Salach verkauft.

Als expandierender Hersteller von Fertigungssystemen in der Metallbearbeitung hat sich die Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH international einen Namen gemacht. Ebenso wie EMAG ist SW nicht nur Hersteller von Maschinen, sondern vorrangig als Lieferant von werkstückspezifischen, also individuellen Lösungen für die anspruchsvolle Serienfertigung in mittelständischen und großen Unternehmen tätig. Innerhalb der Gruppe gilt das Waldmössinger Unternehmen als Kompetenzzentrum für die Bearbeitung kubischer Werkstücke.

Die Produkte – ein- und zweispindlige vertikale Bearbeitungszentren, zwei- und vierspindlige horizontale Bearbeitungszentren sowie Mehrspindel-Bohrkopfmaschinen – werden vor allem im Automobil- und Maschinenbau sowie in den Bereichen Hydraulik und Pneumatik eingesetzt. Renommierte Unternehmen wie BMW, Continental Teves, DaimlerChrysler, Delphi Diesel, Scania oder Volvo gehören ebenso zum Kundenkreis wie die im hiesigen Raum angesiedelten Firmen Georg Fischer Automobilguss, Kratzer oder Pfeiffer und Lupold, um nur einige zu nennen.

Die Einbindung der SW in die EMAG-Gruppe mit etwa 2.100 Beschäftigten bot für alle Beteiligten neue Möglichkeiten. Diese ergeben sich aus den EMAG-Maschinen für das Drehen, Schleifen, Laserschweißen und Automatisieren, die sich optimal mit den Bearbeitungszentren der SW kombinieren lassen. So erhalten die Kunden mehrere Prozessschritte einer Fertigungskette „aus einer Hand“.