Firmenportrait

Engeser Kabeltechnik Waldmössingen


Kabelbäume ähnlich wie dieser werden in Automobilen, Haushaltsgeräten, der Heiztechnik, in der Maschinen- und Elektrotechnologie, in der Medizin-, EDV- und Kommunikationstechnik verwendet

Die Kettensägen von Stihl gelten rund um den Globus als Synonym für Zuverlässigkeit und Perfektion. Mit der Wägetechnologie von Mettler Toledo wiegt die Welt. Die Vorwerk-Gruppe bietet „Bestes für die Familie“ und die Automobilindustrie produziert eine Vielfalt an Fahrzeugen. Vier unterschiedliche Produktbereiche – jedoch mit einer entscheidenden Gemeinsamkeit: Die Verkabelung und damit ihre hohe Funktionalität kommt von der Engeser-Firmengruppe aus Waldmössingen.

„Hier ist ohne den reibungslosen Fluss von Strom und Daten das Heute und Morgen nicht denkbar“, betont Oliver Helmke, der bei Engeser für Vertrieb und Marketing verantwortlich ist. „Und dieses Flussbett schaffen wir. Perfekte Verbindungen, die Energien und Informationen freien Lauf lassen. Das ist unsere Kernkompetenz.“

Mittelständisch, innovativ, vorausdenkend – so ist Engeser gut für die Zukunft gerüstet. Die Produkt- und Leistungspalette umfasst Litzen, Kabel sowie komplette elektrische und elektronische Systemlösungen. Hinzu kommen isolierte Aderendhülsen – kleine Anschlusskontakte, die Engeser ganz groß machen. So stecken die Produkte der Waldmössinger in nahezu allem, was die Menschen und damit die Welt bewegt. Beispielsweise in Automobilen, Haushaltsgeräten, der Heiztechnik, in der Maschinenund Elektrotechnologie, in der Medizin-, EDV- und Kommunikationstechnik.

Neben dem Hauptsitz in Waldmössingen hat Engeser vor kurzem ein neues Werk in Tschechien (zwischen Brünn und Prag) eingeweiht. Dort werden von 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor allem lohnintensive Arbeiten ausgeführt – größtenteils in Handarbeit, wie das Konfektionieren von Kabelbäumen. Dieses Wachstum zeigt sich auch in der Heimat. Kontinuierliche Stabilität, die dazu führt, dass auch am Hauptsitz jedes Jahr neue Mitarbeiter eingestellt werden können. „Neben vielen anderen Aspekten trägt die günstige Produktion in Tschechien mit dazu bei, dass wir unsere qualifizierten Arbeitsplätze in Waldmössingen dauerhaft sichern können“, erläutert Helmke. „Unter der Leitung der Geschäftsführer Gerhard und Karin Engeser konnte der Umsatz der Firmengruppe seit dem Jahr 2000 von 17 Millionen auf geplante 34 Millionen Euro in diesem Jahr verdoppelt werden.“

160 Mitarbeiter arbeiten bei Engeser in Waldmössingen Selbst die komplexesten Kabelbäume werden an Montage-Tischen manuell zusammengestellt

Dieser Erfolg hat mehrere Väter. Zum einen die konsequent an der Zukunft ausgerichtete Firmenpolitik, die zielorientiert die Weichen stellt. In diesem Zusammenhang haben die Engesers die Nachfolgeregelung seit langem im Auge. Mehrere junge Prokuristen, alle bei Engeser „aufgewachsen“, zählen genauso zum Führungskreis wie Dirk Kinzel, ebenfalls ein Eigengewächs, der vor kurzem zum weiteren Geschäftsführer ernannt wurde. Hinzu kommt neben der Kundennähe ein innovatives Qualitätsmanagementsystem.

In den Werkhallen produzieren vollautomatisierte Maschinen fertig konfektionierte Kabel und Kabelsysteme im Sekundentakt. Diese werden je nach Anforderung zugeschnitten, umwickelt oder mit Schaltern, Litzen oder Aderendhülsen versehen. Weil aber selbst modernste Automaten nicht alle Aufgaben komplett übernehmen können, werden die komplexen Kabelbäume an Montage-Tischen manuell zusammengestellt.

Engeser verarbeitet täglich mehr als 300 Kilometer Kabel und rund 500.000 Crimpverbindungen. Pro Jahr werden rund drei Millionen Schalter geschweißt und umspritzt. Übertroffen werden diese Mengen vom Ausstoß an isolierten Aderendhülsen. Von diesen kleinen Anschlusskontakten verlassen jährlich mehr als 1,6 Milliarden Stück die Werkhallen. Mit dieser Produktspezialität erzielen die Waldmössinger derzeit einen Weltmarktanteil von mehr als 40 Prozent und sind in diesem Segment Weltmarktführer.