Historisches


Krippenausstellung in St. Laurentius:
Sulgen trifft Südamerika


In einer Sonderausstellung sind vom 6. Dezember 2009 bis 24. Januar 2010 seltene Krippen – aus Afrika und Südamerika zu sehen. Pfarrer Ewald Werner aus Aichhalden hat diese Ausstellungsstücke leihweise zur Verfügung gestellt.

Krippenfiguren aus Afrika  Als Sonderausstellung bereichern in diesem Jahr seltene Krippen aus Afrika und Südamerika die Präsentation in der alten St.-Laurentius Kirche

Bereits seit vielen Jahren erfreuen Krippen von Albert Fehrenbacher und Josef Grimm die Besucher in der alten St.-Laurentius-Kirche in der Bergstadt Sulgen. Albert Fehrenbacher, im Jahr 1911 in Schramberg geboren, war unter anderem im Völkerkundemuseum in Berlin als Restaurator tätig. Er kam 1944 in russischer Gefangenschaft in das berüchtigte Lager Kujbischew, wo im ersten Winter von den 2200 Gefangenen 1550 gestorben sind. Dort begann er für das Lager eine Krippe zu bauen, die zweimal zu Weihnachten aufgebaut werden durfte und dann verboten wurde. Bei seiner Entlassung aus der Gefangenschaft  gelang es ihm, die Figuren aus dem Lager zu schmuggeln.

Krippe aus Afrika
Krippe aus Afrika

1949 begann Albert Fehrenbacher in Berlin, Krippen zu bauen, 1965 präsentierte er seine Krippenausstellung in den USA. Nebenbei arbeitete er zuerst im Brooklyn-Museum und dann im Corning-Museum in New York. Ungewöhnlich sind die „Völkerkrippen “. Sie zeigen die Geburt Jesu aus der Sicht von 22 Ländern, teils in Miniatur, teils in ein Meter breiten Kastenkrippen. Außerdem werden Szenen aus dem alten Testament gezeigt. Insgesamt besteht die Ausstellung in Sulgen aus 51 Exponaten des Schramberger Krippenkünstlers. Sie sollen ein Aufruf zu Frieden und Völkerverständigung sein.

Die Specksepplekrippe
Die Specksepplekrippe von Josef Grimm ist eine von vier offenen Großkrippen, die nur zur Weihnachtszeit in der Kirche ausgestellt sind. Diese vier Großkrippen haben alle einen Bezug zu Sulgen.

Krippenbauer Josef Grimm bereichert die Ausstellung durch vier offene Großkrippen, die nur zur Weihnachtszeit aufgestellt sind. Sie haben alle einen Bezug zu Sulgen und zeigen Szenen in Verbindung mit historischen Gebäuden der Bergstadt. Zu sehen sind nun die Bärenkrippe mit der Herbergssuche, die Sulger St. Laurentiuskrippe und neu die Marienkapelle mit der Geburt des Heilands und die Specksepplekrippe mit der Flucht nach Ägypten. Alleine für die Alte St. Laurentiuskrippe benötigte Grimm 700 Stunden, um dieses Werk im Maßstab 1:25 herzustellen. Selbst Kleinigkeiten, auf die man sonst kaum achtet, hat er exakt nachgebildet. Die Figuren der Sulger St. Laurentiuskrippe aus Lindenholz, die bis ins Detail ausgearbeitet sind, hat der Krippenbauer selbst geschnitzt. Die Figuren der drei andern Krippen sind Lepi-Figuren und wurden von Gerlinde Baumann in der Sulgener Tracht gekleidet.

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  • 78713 Schramberg
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