kläranlage Waldmössingen

Abwasserreinigung in Waldmössingen

Aufgabe der Kläranlage in Waldmössingen ist es, das in Haushalten, Gewerbe und Industrie anfallende Abwasser so weit von Schmutzstoffen zu reinigen, dass es ohne Umweltbelastung
wieder in den Heimbach geleitet werden kann. Um dies optimal zu erfüllen, ist die Anlage rund um die Uhr in Betrieb.

Über das vorgenannte Schmutzwasser hinaus muss auch das bei Niederschlägen von Straßen, Plätzen, Dächern usw. anfallende so genannte Oberflächenwasser bis zu einer bestimmten
Menge in der Anlage gereinigt werden, denn auch darin sind z.B. über den durch Regen von Dächern mittransportierten Staub Schadstoffe enthalten.

So war es früher

Bis zur Inbetriebnahme der ersten Kläranlage in Waldmössingen im Jahr 1969 wurde das so genannte häusliche Abwasser teils direkt in die Gewässer eingeleitet, teils in Gruben gesammelt
oder in Hauskläranlagen mehr oder weniger gut gereinigt. Diese Einleitungen von ungenügend gereinigten Abwässern haben die Bäche in zunehmendem Maße über ihre Selbstreinigungskraft hinaus belastet, was sich, abgesehen von den hygienischen Aspekten, auch optisch sehr deutlich bemerkbar machte.

Nachdem die im allgemeinen „Kanalisationsplan“ von 1954 vorgeschlagene Mischwasserkanalisation bereits fertig gestellt war, entschloss sich der Gemeinderat von Waldmössingen im September 1967 zum Bau einer eigenen Kläranlage. Dieser Entscheidung
war eine längere Untersuchung über eine gemeinsame Kläranlage mit der Gemeinde Winzeln oder mit den Gemeinden Winzeln und Fluorn vorausgegangen. Die Entscheidung für den Standort Waldmössingen erfolgte letztendlich aus ökonomischen Gründen.

Nach den Plänen der Vedewa aus Stuttgart wurde eine Belebungsanlage mit Oxidationsgraben, Nachklärbecken und einem Schneckenpumpwerk gebaut. Die damaligen Herstellungskosten
betrugen einschließlich der Zulaufleitung von der Winzelner Straße her 186.000 DM. Die Anlage war ausgelegt für 1.500 Einwohner-Gleichwerte.

Aufgrund der steigenden Einwohnerzahl und der Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe wurden in den Folgejahren mehrere Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt; insbesondere in den Jahren 1987 – 1990 wurde mit einem Kostenaufwand von rund 700.000 DM die Belüftung im Belebungsbecken verbessert, ein neuer Pumpenschacht, eine neue Rechenanlage mit Gebäude sowie ein neues Schneckenpumpwerk, eine Mengenmessung und eine größere Ablaufleitung zu den Teichen gebaut.

In den Folgejahren zeigte es sich dann, dass die Abwasserreinigung in Waldmössingen immer am Rande der Leistungsfähigkeit der Kläranlage erfolgte. Da die Genehmigung der alten Kläranlage
bis zum 31.12.1998 befristet war und nicht davon ausgegangen werden konnte, dass eine konventionelle Kläranlage an dieser Stelle wieder genehmigt werden würde, erfolgten bereits
seit 1996 Gespräche über die Zunkunft der Abwasserreinigung in Waldmössingen. Dabei wurden zahlreiche Alternativen geprüft.

Die Entscheidung

Letztendlich haben sich dann Ortschafts- und Gemeinderat im Juli 2001 grundsätzlich für die ökologisch und ökonomisch beste Lösung einer neuen Kläranlage mit Membrantechnologie am alten Standort in Waldmössingen entschieden. Gründe hierfür waren zum einen die niedrigeren Baukosten und zum anderen die Tatsache, dass mit dem gereinigten Abwasser der Kläranlage in
„Badewasserqualität“ die Gewässerqualität und -quantität im empfindlichen Heimbach verbessert wird.

Vor dem ersten Spatenstich am 6. Mai 2003 überprüfte das Landesdenkmalamt, ob auf dem Grundstück mit Funden aus der Römerzeit gerechnet werden muss. Der Probebetrieb des Belebungsbeckens mit der Membrantechnologie wurde am 5. Mai 2004 aufgenommen.

Die offizielle Einweihung der neuen Kläranlage erfolgte am 8. Juni 2004 durch Regierungspräsident Dr. Sven von Ungern-Sternberg, Landrat Dr. Wolf-Rüdiger Michel, Oberbürgermeister Dr. Herbert O. Zinell und Stadtwerke Geschäftsführer Peter Kälble.

So erreichen Sie uns

  • Stadtwerke Schramberg GmbH & Co. KG
  • Gustav-Maier-Straße 11
  • 78713 Schramberg
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass unsere Dienste Cookies verwenden. Mehr erfahren OK