kläranlage waldmössingen

Zwei weiße Enten am Heimbach

Der Heimbach

Der durch Waldmössingen fließende Heimbach führt vor allem im Sommer wenig Wasser. Doch eine „herkömmliche Kläranlage“ benötigt einen konstanten Wasserzufluss zur Bedienung des Vorfluters.

Im Rahmen einer Gewässergüteuntersuchung analysierte das Institut für Umwelt- und Fluid-Technik Dr. Brombach  Wasserqualität und -menge des Heimbachs. Laut Gutachten betrug die Wassermenge im Bach oberhalb der Einleitung der Kläranlage im Juni 1990 rund 30 Liter pro Sekunde. 

Dieser Wert kann bei längeren Trockenperioden bis auf zehn Liter pro Sekunde absinken. Bei einem mittleren Trockenwetterabfluss von 13 Liter pro Sekunde ist ersichtlich, dass die Reinigungsleistung der Kläranlage entscheidenden Einfluss auf die Gewässergüte im Heimbach hat.

Bei der Planung musste berücksichtigt werden, dass das Wasser aus der Kläranlage direkt in einen Teich beim Tiergehege Waldmössingen fließt. Dieser Teich diente der alten Kläranlage bisher als „Schönungsteich“. Da dieser Teich keinen natürlichen Zulauf hat, müsste er bei den anderen Lösungen aufgegeben werden.

Diskutierte Alternativen zur Membran-Kläranlage In den ersten Überlegungen zum Neubau der Waldmössinger Kläranlage wurde auch eine Lösung mit konventioneller Technik und zusätzlicher Sandfiltration mit einbezogen. Dieser Ansatz wurde allerdings nicht weiter verfolgt, da sich das Wasserwirtschaftsamt Rottweil und die Stadt Schramberg schon frühzeitig darüber einig waren, dass am alten Standort nur eine Kläranlage mit Membrantechnik in Frage kommt.

Eine weitere Alternative war der Transport der Abwässer zu einer benachbarten Kläranlage und die dortige Behandlung. Hier wurden drei Varianten untersucht:

  • Anschluss an das Klärwerk der Nachbargemeinde Flourn-Winzeln mittels Freispiegelleitung
  • Anschluss an den Abwasserzweckverband Eschachtal Kläranlage Horgen) mit einer Kombination aus Freispiegel- und Druckleitung
  • Transport der Abwässer mit einer Kombination aus Freispiegel- und Druckleitung nach Sulgen und Anschluss an die Schramberger Kläranlage

Bei allen drei Varianten hätten die jeweiligen Kläranlagen das zusätzliche Abwasser aus Waldmössingen erst nach umfangreichen Erweiterungen aufnehmen können. Die Prüfung der Kostenschätzungen für alle Varianten ergab – auch unter Berücksichtigung von Zuschüssen – einen Kostenvorteil für den Bau einer Membran-Kläranlage am alten Standort in Waldmössingen.

Wasser in Badequalität

Weitere Gründe für die Entscheidung Pro Membrantechnologie sind die hohe Qualität des gereinigten Abwassers – hier wird sogar Badewasserqualität erzielt – und die kompakte Bauweise für die Anlage. Der Hersteller der Anlage, die VA Tech Wabag, betont weiter, dass die Betriebssicherheit sehr hoch ist, da die Membrane eine zusätzliche Barriere gegen Schlammabtrieb darstellt. So kann auf die konventionelle Nachklärung und auf Filtersysteme verzichtet werden.

Gerade bei kleineren Klärwerken ist auch der hohe Automatisierungsgrad ein wichtiges Argument in der Kostenrechnung. So ermöglicht die Anlage einen weitgehend automatisierten Betrieb mit der Möglichkeit zur Fernüberwachung und -wartung.

Diese Fernüberwachung der Kläranlage Waldmössingen ist zentral in der Kläranlage Schramberg stationiert. Von dort aus kann dann das Betriebspersonal die Kläranlage Waldmössingen überwachen und teilweise sogar steuern.

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  • 78713 Schramberg
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