Kläranlage Waldmössingen

Trommelsiebe KA WM
Zwei Trommelsiebe reinigen das Wasser

Belebungsbecken mit Gebläsestation KA WM
Belegungsbecken mit Gebläsestation

Membranpaket KA WM
Ein Membranpaket bei der Montage

Technikräume KA WM
Schaltzentrale und Rechengebäude

Permeatpumpen KA WM
Permeatpumpen

Dosierstation KA WM
Dosierstation

Technisches Portrait der Kläranlage in Waldmössingen


Technische Daten
Kapazität
2.600 Einwohner
Abwassermenge bei Trockenwetter
15 l/s
Abwassermenge bei Regenwetter bis zu
25 l/s
Denitrifikationsbecken
250 m³
Nitrifikationsbecken
480 m³
Membranfläche
4.400 m²
Fluxrate bei QPW
20 l/m²/h
TS Belebungsbecken
10 g/l
Brutto Herstellungskosten der Kläranlage
incl. Planungskosten:
2.800.000,00 Euro


Vogelpersektive KA WM 1  Pumpenschacht
2  Kompaktanlage mit Rechen
     und Sandfang
3  Belebungsbecken
4  Membrananlage
5  Schlammstapelbehälter
6  Permeatpumpen, Dosierstation
7  Schaltzentrale





Im Pumpenschacht mündet der Stauraumkanal, in dem das Abwasser von Waldmössingen der Kläranlage zugeführt wird. Der Kanal kommt in 5 m Tiefe an. Im 6,3 m tiefen Pumpenschacht sind Tauchmotorpumpen mit einer Leistung von je 15 l/s installiert. Mit einer Pumpe wird der Trockenwetterzulauf zur Kläranlage gepumpt. Für die Regenwassermenge von 25 l/s werden 2 Pumpen parallel betrieben. Die 3. Pumpe dient als Reserve.

Rechnanlage KA WM Belebungsbecken KA WM

Aufgrund der erhöhten Anforderungen der Membrananlage an die Rohabwasserqualität muss die Mechanische Vorreinigung gegenüber konventionellen Kläranlagen hochwertiger ausgeführt werden. In Waldmössingen wurden diese Anforderungen durch den Einbau einer Kompaktanlage Rechen – Sandfang und zwei nachgeschalteten Trommelsieben realisiert. Der Rechen hat eine Spaltweite von 5 mm und ist mit einer Waschpresse zur Behandlung des Rechengutes ausgerüstet. Der Sandfang hat eine Belüftung und verfügt über eine automatische Räumereinrichtung. Die beiden parallel betriebenen Spaltsiebe haben eine Spaltweite von 0,5 mm und sind ebenfalls mit einer Waschpresse ausgerüstet.

Die Kläranlage funktioniert nach dem Verfahren der vorgeschalteten Denitrifikation. Hierzu verfügt die Anlage über zwei getrennte Behandlungsbecken, dem Denitrifikationsbecken und den Belebungsbecken oder auch Nitrifikationsbecken.

Das Denitrifikationsbecken ist dem Nitrifikationsbecken vorgeschaltet. Im Nitrifikationsbecken werden die Stickstoffverbindungen unter Luftzufuhr in Nitrat umgewandelt. Über eine Rezirkulation gelangt das Abwasser in das Denitrifikationsbecken, wo das Nitrat in gasförmigen Stickstoff umgewandelt wird. Hier ist neben der feinblasigen Belüftung zur Sauerstoffversorgung der Bakterien ebenfalls ein Rührwerk installiert, das während der unbelüfteten Phasen Ablagerungen im Denitrifikationsbecken verhindert. Der Sauerstoffeintrag in das Belebungsbecken wird über den Sauerstoffgehalt im Nitrifikationsbecken geregelt.

Die Membrananlage

Im Gegensatz zu konventionellen Kläranlagen, in welchen der Belebtschlamm durch Sedimentation von Wasser getrennt wird, wurden in Waldmössingen Membranen eingebaut, um die erhöhten Anforderungen der Einleitwerte in den Vorfluter Heimbach erfüllen zu können.

Das Membranverfahren bietet entscheidende Vorteile gegenüber herkömmlichen Verfahren, z.B. Belebtschlammverfahren mit Nachklärbecken o. ä. Die Membranfiltration wird dabei anstatt des
Nachklärbeckens eingesetzt und trennt die Biomasse vollständig vom gereinigten Abwasser. Da es nicht auf die Sedimentationseigenschaften der Schlammflocken ankommt und die Membrane praktisch eine vollständige Rückhaltung aller Mikroorganismen bewirkt, kann die Biomasse bei wesentlich höherer Konzentration gehalten werden, als dies bei konventionellen Belebungsanlagen zulässig ist. Die Folge sind erheblich geringere Volumina in der Belebung, wodurch die Kläranlage sehr viel kleiner gebaut werden kann.

Ablauf des gereinigten Wassers

Das gereinigte Abwasser wird über den bestehenden Ablaufkanal wahlweise direkt in den Heimbach oder in den Schönungsteich beim Tiergehege abgeleitet. Während der Trockenzeit fließt im Heimbach nur wenig Wasser, wodurch sein Ökosystem besonders gefährdet ist.

Durch den Einsatz der neuen Membranbiologie wird die Wasserqualität im Heimbach erheblich verbessert, da der Ablauf der Kläranlage Badewasserqualität erreicht.

Technikräume

Im ehemaligen Rechengebäude der Kläranlage wurde der Technikraum der Membranbiologie untergebracht.

Im Einzelnen besteht die Einrichtung aus:

2 Permeatpumpen - saugen das gereinigte Abwasser durch die Membranen aus dem Belebungsbecken und drücken das Spülwasser zur Reinigung der Membran aus dem Vorlagebehälter durch die Membranen in das Belebungsbecken.

Spülwasserbehälter – Im Spülwasserbehälter wird das gereinigte Abwasser zwischengespeichert und zur Reinigung der Membranen und für die Brauchwasserversorgung verwendet.

Dosierstation – Chemikaliendosierung für die Reinigung der Membranen (Wasserstoffperoxid, Natronlauge, Salzsäure,Zitronensäure)

(In einem Nebengebäude der mechanischen Vorreinigung ist die Mess-, Steuer- und Regeltechnik mit 14 raumhohen Schaltschränken und einem Mosaikschaltbild der Anlage
untergebracht.)

Gebläsestationen

Station 1 dient der Sauerstoffversorgung des Nitrifikationsbeckens. In Abhängigkeit vom Sauerstoffgehalt im Nitrifikationsbecken werden die Gebläse über Drehzahlregelung gesteuert. Station 2 dient der Reinigung der Gebläse und ist für den so genannten Cross-Flow erforderlich (unterhalb der Membranen wird Luft eingeblasen). Durch das Aufsteigen der Luftblasen werden die Membranen in Bewegung gehalten und der darin abgelagerte Schlamm abgeschieden.

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